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Fastenzeit weitergedacht

Die alljährliche Fastenzeit

Vor Kurzem, am sogenannten Aschermittwoch, hat die christliche Fastenzeit begonnen. 2021 dauert sie bis zum 3. April. 40 Tage lang (Sonntage werden nicht mitgezählt) soll also bewusster Verzicht geübt werden. Klassischerweise verzichtet man in dieser Zeit auf Alkohol, Fleisch, tierische Produkte oder Süßes. Alles Dinge, die es einem mehr oder weniger schwer machen können, sich von ihnen zu trennen.

Im Mittelalter war innerhalb des Christentums sogar nur eine Mahlzeit am Tag erlaubt, die zusätzlich überhaupt keine tierischen Produkte enthalten sollte.1 Diese Regelung wurde im Laufe der Zeit aber stark angepasst. Mittlerweile ist die Fastenzeit in der Kirche kein Muss mehr, sondern freiwillig.

Auch in vielen anderen Religionen wichtig

Fasten ist nicht nur im Christentum bekannt, sondern wird auch in den meisten anderen Weltreligionen praktiziert.2 Aus religiöser Sicht betrachtet bringt einen der Verzicht näher zu Gott. Heute ist es zudem auch wissenschaftlich bewiesen, dass das Fasten nicht nur gut für den Geist ist, sondern, dass es sich auch positiv auf das körperliche Wohlbefinden auswirkt.3

Die Zeit des bewussten Verzichts

Fastenzeit - bewusst(er) leben

Es gibt auch verschiedene Formen des Fastens, die nicht religiös motiviert sind. Heutzutage können wir wählen, ob wir fasten möchten. Wenn wir fasten möchten, können wir wählen, was wir während dieser Zeit vermeiden möchten. Möglichkeiten gibt es viele.  Zur Auswahl steht theoretisch alles, was dich im Alltag manchmal stört, da du weißt, dass es entweder für dich oder für die Umwelt weniger gut ist.

Dabei sollte das Hauptaugenmerk darauf liegen, Dinge bewusst zu tun, sich dabei vielleicht selbst neu zu erfahren und herauszufinden, was einem wirklich wichtig ist.

Die daraus entstehenden „Challenges“ können natürlich ganz unterschiedlich aussehen.

Weniger Zucker. Weniger Rauchen. Weniger Streiten. Weniger Koffein. Weniger Fernsehen. Mehr Radfahren. Mehr Lesen. Mehr Schlaf bekommen. Mehr Gemüse auf dem Teller.

Umweltbewusstsein während der Fastenzeit

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Des Weiteren dient die religiöse Fastenzeit auch dazu, sich gegen Not und Ungerechtigkeit auf der Welt einzusetzen. Also ist es die perfekte Zeit, sich mit solchen Themen näher zu beschäftigen und vielleicht Dinge des alltäglichen Lebens zu ändern. 

Wenn du dich beispielsweise für unsere Natur und unser Klima interessierst, gibt es vieles, was du während der Fastenzeit ausprobieren könntest. 

Lebensmittel aus fernen Ländern?

Erdbeeren im Winter oder Kokosmilch im Curry – klar, nur ungerne würde man darauf verzichten. Doch wie oft und wie viel davon muss sein? Ab und zu? Warum nicht? Mehrmals die Woche? Na ja, das muss vielleicht gar nicht sein, um sich rundum erfüllt zu fühlen.

Wie wäre es stattdessen mit einem frischen Wintersalat mit Chicorée oder Kohl von unseren heimischen Feldern? Hier findest du ein tolles Rezept dazu.

Unfair

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Unfair ist uncool. Leider gibt es unfaire Bedingungen viel zu oft – auch in der Landwirtschaft. Wie wäre es ab und zu Bauern oder Bäuerinnen von nebenan zu unterstützen und die heimischen, saisonalen Gemüsesorten direkt bei ihnen zu kaufen und sie dafür anständig zu bezahlen?

Zurzeit oft noch umständlich. Wochenmarkt oder Hofladen passen nicht bei jedem auf den Terminplan. Aber schon bald kann euch Bauer Nebenan damit unter die Arme greifen. 😉

Plastik

Plastik klingt in vielen Ohren schon fast nach einem Schimpfwort. Es verschmutzt unsere Umwelt und im besonderen Maße unsere Meere. Ganz lassen sich Kunststoffe vielleicht nicht vermeiden, da sie leider auch
unheimlich praktisch sind. Doch kann man sie ganz leicht reduzieren, ohne darunter zu leiden.

Mehrwegnetze für Obst und Gemüse, Bienenwachstücher anstelle von Plastikfolie, Holzzahnbürsten anstatt der herkömmlichen… Die Liste könnte man immer weiter fortführen.

Wo würde dich eine Umstellung kaum stören?

Mikroplastik

Nicht nur Plastik, sondern auch Mikroplastik ist in aller Munde. Dabei handelt es sich um Plastikpartikel mit einem Durchmesser von weniger als fünf Millimetern.4 Genauso wie „normales“ Plastik ist es nur sehr schwer abbaubar. Dazu kann es Schadstoffe an sich binden und über die Nahrungskette landet es auf unseren Tellern.

Obwohl es immer mehr Labels gibt, die Mikroplastik in Kosmetik- und Reinigungsprodukten durch natürliche Stoffe ersetzen, findet man es leider immer noch oft genug auf Inhaltsstofflisten.

Möchtest du Mikroplastik (in der Fastenzeit) vermeiden? Falls du nicht Chemie studiert hast und nicht jeden Inhaltsstoff auf deinem Shampoo verstehst, hilft dir die App von Codecheck deine Artikel schnell auf Mikroplastik hin zu untersuchen. Genial einfach, oder?

Frohes Fasten!

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1 Kommentar zu „Fastenzeit weitergedacht“

  1. Gute Idee die Fastenzeit mal anders zu gestalten, die man auch beibehalten sollte, für unser aller Wohl und damit gleichzeitig einen Beitrag für unsere Bauern und Umwelt leisten.

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